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Vorstellung der Initiative Housing First Gießen

Marburg. Am 05.07.2022 stellte sich am lutherischen Pfarrhaus die „Aufsuchende Straßensozialarbeit und das ZuHAuSE - Projekt II“ (EHAP = Europäischer Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen) aus Gießen einem kleinen, aber interessierten Kreis an Menschen vornehmlich aus der Sozialarbeit vor. Zuständig für die aus beiden Projekten hervorgegangene Initiative „Housing First“ sind unter anderem die Diplompädagogin Sarah von Trott und der Sozialarbeiter Konstantin Potthoff. Beide erklärten zunächst das Konzept hinter EHAP und den Wohnangeboten: Vertrauen aufbauen, individuelle Hilfsangebote und Reintegration in die Gesellschaft. Im Fokus dieser Arbeit steht vor allem die enge Kooperation mit der Stadt Gießen, dem Landkreis und der Wohnbau Gießen GmbH. Zudem bestünde bei „Housing First“ das Grundrecht auf Wohnen, wobei Klient*innen keinen Nachweis über eine Wohnfähigkeit nachweisen müssen. Die Wohnung dient demnach als Schutzraum und sorgt für das nötige Sicherhei...

Eine Parkbank ist kein Himmelbett - 'Straße' ist keine sichere Adresse

Marburg. Mit diesen Slogans der Stadt Marburg fand am Dienstag, den 14. Juni 2022 am Container der Wanderausstellung „Elisabeth hat (k)ein Bett“ eine Infoveranstaltung zum Stand der Umstrukturierung zur städtischen Unterbringung von Wohnungs- und Obdachlosen statt. Eine Mitarbeiterin der Stadt Marburg und einer Mitarbeiterin der GeWoBau stellten die aktuellen Projekte der Stadt Marburg vor. Zum einen das „Probewohnen“ mit pädagogischer Unterstützung und das Haus für obdachlose Frauen, Paare und Familien, welches im Jahr 2023 umgesetzt werden soll. Das dritte Angebot beinhaltet die Planung eines so genannten VinziDorfes in Marburg für obdachlose Männer.  Verantwortlich für die Planung ist die AG „Wohnungslosenhilfe“ & städtische Sozialplanung. Mit Unterstützung der Philipps Universität Marburg und anderer Einrichtungen und Organisationen und den Initiatoren der VinziDörfer in Graz und Wien, beabsichtigt die AG das VinziDorf in Marburg auf Grundlage eines vorangegangenen...

Jeder Mensch braucht eine Wohnung - Infoveranstaltung am Ausstellungscontainer vor dem Erwin - Piscator - Haus

Marburg. Mit diesen beiden Slogans geht das Projekt „Elisabeth hat (k)ein Bett“ in die zweite Runde. Am Abend wurden die Angebote der Wohnungsnotfallhilfen des Diakonischen Werkes MarburgBiedenkopf einem Kreis interessierter Marburger*innen sowie Fachpersonal vorgestellt. Neben der Hephata war außerdem Frau Friedrichs - Karimi von der GeWoBau Marburg anwesend. Thematisch drehten sich, die vor Ort entstandenen Fachgespräche, um das stationäre sowie betreute Wohnen in Marburg, etwaige Hilfsangebote der Stadt und die Vermeidung von Wohnraumkündigung. Durch die anwesenden Fachkräfte kam das einstimmige Resultat zu Stande, dass es den einzelnen Einrichtungen an nötiger Vernetzung fehlt. Trennung. Jobverlust. Psychische Probleme. Die Hephata in Marburg bietet neben einem Dach über den Kopf auch einen Weg zurück in den Alltag. Denn Wohnungslosigkeit kann jede*n treffen. Unabhängig von Alter, Herkunft und sozialen Status. Perspektiven entwickeln, Unterstützung sowie Beratung. Das si...

Einblicke in die Lebenswelten obdachloser Menschen - Schutzcontainer als Wanderausstellung im Marburger Jubiläumsjahr

„Elisabeth hat kein Bett“ – unter diesem Slogan möchte die Wohnungsnotfallhilfe des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf im Jahr des Stadtjubiläums  Einblicke in die Lebenswelten obdach- und wohnungsloser Menschen gewähren. Kernstück dabei ist ein Schutzcontainer, der als Wanderausstellung gestaltet wurde und an verschiedenen Stellplätzen in Marburg zu sehen ist: Mit einem Einblick in die karge Ausstattung dieser Notbehausung, mit Texten und Bildern zur Situation obdach- und wohnungsloser Menschen in Marburg und mit Interviews Betroffener. Die Ausstellung kann ab dem 17. Mai vor dem Erwin-Piscator-Haus besucht werden.  Der Ausstellungscontainer ist baugleich mit den beiden abschließ- und heizbaren Schutzcontainern, die der evangelische Wohlfahrtsverband nun im zweiten Winter für obdachlose Menschen zur Verfügung stellt. Darin können Betroffene sich aufhalten und übernachten und sich so von dem kräftezehrenden Leben auf der Straße erholen.  Bis heute bedeutet Obdachlosi...
Zur Ausstellung im Schutzcontainer, wie er Betroffenen als Notbehelf zur Verfügung gestellt wird, lädt die Wohnungsnotfallhilfe des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf ein. Sie gibt zum Stadtjubiläum Einblicke in die Lebenswelten wohnungs- und obdachloser Menschen in Marburg und lässt Betroffene zu Wort kommen. Eine Dauerausstellung findet rund um die Uhr in einem Schutzcontainer statt, welcher Obdachlosen und Wohnungslosen Schutz gegen Witterungsverhältnisse und ansteckende Krankheiten bietet. Der Container kann rund um die Uhr durch ein Fenster besichtigt werden, außen werden Texte über Lebensgeschichten sowie ein Monitor mit weiteren Informationen angebracht. Der Container wechselt im Jubiläumsjahr immer wieder den Standort. Das Diakonische Werk Marburg-Biedenkopf bietet außerdem eine Fachberatung Wohnen (öffentliche Beratungsgespräche) am 11.05. und 24.05. Aktuelle Hinweise zum Projekt und geplanten Tagesveranstaltungen gibt es auf der Homepage sowie auf Instagram . Land Rheinlan...

Bewegende Lebensgeschichten Betroffener

Marburg. Mit der Eröffnungsveranstaltung des Projekts „Elisabeth hat (k)ein Bett - Einblicke in die Lebenswelten obdachloser Menschen“ macht das Team bestehend aus Freiwilligen sowie Mitarbeiter*innen der Tagesaufenthaltsstätte (TAS) und der Wohnungsnotfallhilfe des Diakonischen Werks Marburg - Biedenkopf auf die prekäre Situation obdachloser und wohnungsloser Menschen in Marburg aufmerksam.  Der Auftakt des Projekts begann vergangenen Sonntag (10.04.22) am Platz der Weißen Rose mit einer Rede des Marburger Oberbürgermeisters Dr. Thomas Spies in Begleitung der Bürgermeisterin Marburgs Nadine Bernshausen und dem Leiter der GeWoBau Jürgen Rausch. Ziel der Veranstaltung war es die Thematik rund um das Thema Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit näher in das Blickfeld der Marburger Bevölkerung zu bringen. Hierfür stellte das Team von Elisabeth hat (k)ein Bett zur Anschauung einen Übernachtungscontainer samt Inneneinrichtung und mehrerer Informationen visuell am Platz der Weißen Rose zu...

Einblicke in die Lebenswelten obdachloser Menschen

Der Raum ist winzig. Und die Ausstattung mit Bett, Stuhl und Heizkörper ausgesprochen überschaubar. Davon konnten sich auch die Besucher überzeugen, die zur Eröffnung der Ausstellung „Elisabeth hat kein Bett“ auf dem Platz der weißen Rose in Marburg gekommen waren. Das Diakonische Werk Marburg-Biedenkopf bietet zum Jubiläumsjahr der Stadt mit einem Schutzcontainer Einblicke in die Lebenswelten obdachloser Menschen. Die etwa sechs Quadratmeter großen Container, von denen das Diakonische Werk dank Spendenmitteln zwei Stück anschaffen konnte, bilden dabei einen Baustein in einer Vielfalt von Hilfsangeboten für wohnungs- und obdachlose Menschen. Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies bekräftigte: „Wir brauchen unterschiedliche Angebote.“ Denn die Lebensgeschichten der betroffenen Menschen zeigen, dass es gilt, individuelle Lösungen zu finden. Mit dem Bibelzitat „Suche der Stadt Bestes“ verlieh der Oberbürgermeister seinem Wunsch Nachdruck, die Wohnungslosigkeit in Marburg in den nächsten fünf ...